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über 75 Jahre

erstellt durch GK

Jubiläum 1997 : 75 Jahre Bergwacht RehauDie Bergwacht heute laut ihrer Ordnung eine Gemeinschaft des Bayrischen Roten Kreuzes mit der Aufgabe des alpinen Sanitäts- und Rettungsdienstes und des Naturschutzes betraut, wird in Rehau im Jahre 1922 von vier beherzten Männern, den Kameraden Max Thiem, Max Zinnert, Fritz Mayer und Christian Pistor, die aus dem Fichtelgebirgsverein kommen, gegründet. Die Naturfreunde denken vor allem an den Schutz von Pflanzen und Naturdenkmalen in unserer Fichtelgebirgsregion. Sie betreiben aktiven Naturschutz. Aber dabei bleibt es nicht lange. Die vielen Wanderer in den Bergen bringen auch eine große Zahl von Unfällen mit sich. So kommt zwangsläufig zum Naturschutz, der Sanitäts- und Rettungsdienst. Bald findet sich eine Anzahl tüchtiger und idealgesinnter Männer zusammen um den Bergwachtgedanken mitzutragen. Max Thiem versteht es aus all den Kameraden eine verschworene Gemeinschaft zu bilden. Aber leider muß Max Thiem aus beruflichen Gründen Rehau bald verlassen. Als Nachfolger wird Christian Pistor bestimmt. Der betrachtet es als seine vornehmste Aufgabe die Bereitschaft weiter auszubauen. Nicht nur unser Hausberg, der Kornberg, wird betreut, nein, das Dienstgebiet erstreckt sich über das ganze Fichtelgebirge, Waldstein, Ochsenkopf, Kösseine, Schneeberg, kein Weg ist zu weit. Man will aber auch einen festen Stützpunkt, und so kommt anlässlich einer Versammlung der Vorschlag, eine Hütte am Kornberg zu bauen. Bergwachtler sind eisern, sie lassen nichts anbrennen, und so wird 1936 mit der Planung begonnen. Der 7. September 1937, ein großer Tag für die Bereitschaft Rehau, die Hütte wird eingeweiht. Vertreter aus allen Bereichen sind anwesend, es ist ein großes Fest. Aber leider für die jungen Bergwachtkameraden keine Freude von langer Dauer. 1939 Kriegsbeginn, sie werden zur Wehrmacht eingezogen. Sechs von ihnen kehren nicht zurück. Einen schweren Rückschlag bringt das Ende des 2. Weltkrieges 1945. Die Hütte am Kornberg wird ausgeraubt. - Alles vergessen, keine Bergwacht mehr - Nein, die älteren und die Heimkehrer aus dem Krieg nehmen sofort die Arbeit wieder auf. Ein Dank an die Forstverwaltung, sie rettet durch die Einweisung einer Holzhauerfamilie wenigstens die Substanz der Hütte. Nach dem Auszug der Familie wird die Hütte von den Kameraden wieder vollständig ausgestattet. Im September 1945 wird das Bayerische Rote Kreuz beauftragt den alpinen Sanitäts- und Rettungsdienst aufzubauen unter der Dienstbezeichnung "Bergwacht". Es ist schön für uns, es gibt wieder abgesegnete BW-Männer. Die Arbeit läßt nicht auf sich warten. Der Einsatz im Flurschutz zur Bewachung von Kartoffel- und Getreidefeldern, Obstgärten usw. Uneigennützig wie immer, versehen die Kameraden auch diesen Dienst. Dem Leiter der Bergwacht, Kamerad Christian Pistor, schließen sich immer mehr gutgesinnte Kameraden an und arbeiteten am Auf- und Ausbau der Bereitschaft kräftig mit. Die Hütte am Kornberg steht natürlich immer im Mittelpunkt. So wird, man hat ja die Fachleute, im Jahre 1952 eine Veranda angebaut. Der Bau der Skipiste am Kornberg bringt erweiterte Aufgaben. Ski und Zubehör folgen in der Technik nur langsam den Ansprüchen der Skifahrer. Es sind deshalb sehr unfallträchtige Winter. Der Bau eines Schleppliftes erhöht noch den Andrang auf der Piste. Es müssen mehr Kameraden zum Dienst eingeteilt werden. Die Folge ist, daß in der Hütte der Platz fehlt. Es steht eine Erweiterung der Hütte im Raum. Aber wie - kein Geld - Aufrufe an Städte und Gemeinden, an die Industie und an private Spender werden erhört, und so ist die Finanzierung gesichert. Die Bergwachtkamerden haben nun keine ruhige Minute mehr. Es wird gearbeitet, am liebsten rund um die Uhr. Es entsteht ein Schmuckstück an Hütte. Allen Ansprüchen gerecht, das Unterbringen von Verletzten und auch der Rettungsgeräte ist gesichert. Für die Rehauer Bergwacht ist dieser Anbau das schönste Geschenk, zum 50-jährigen Jubiläum im Jahre 1972. Beim Besuch in der Hütte kommt immer wieder der Gedanke auf, es fehlt etwas. Ja, ein ruhiger geschlossener Behandlungsraum. Das ist's - . Es werden neue Pläne gefertigt, Geld besorgt, und der Bau erstellt. Ganz so einfach geht es wirklich nicht, hier ist man dagegen, das kann man nicht so bauen, ist zu fest, ach was gibt es da für Schwierigkeiten. Aber die Bergwachtkameraden schaffen es. Sie können sogar alles bezahlen - dank der lieben Spender - und so erhält die Bergwachthütte nun ihre optimale Ausstattung. Das ist im Jahr 1977 Bei alldem was nun geschaffen wird steht immer im Vordergrund auch die Ausbildung. Der Umgang mit unseren hochentwickelten Rettungsgeräten muß gelernt sein. Das heißt, immer wieder üben und üben. Man muß sie beherrschen lernen. Viele Kameraden unserer Bereitschaft machen auch eine Ausbildung in Hubschrauberrettung mit. Neu hinzu kommt eine leistungsfähige Funkgeräteausstattung und ein Telefon in der Hütte 09287/70533. Die Bergwachtdiensthütte am Kornberg ist am Wochenende und an Feiertagen das ganze Jahr über mit vier Männern besetzt. Außer dieser Hüttenbesetzung sind während des ganzen Sommers noch zwei Männer auf Naturschutzstreifen unterwegs. Die Bereitschaft hat dank intensiver Nachwuchswerbung jetzt einen Mitgliederstand von über 40 aktiven Kameraden erreicht. Wenn auch die Bergwacht in erster Linie aus tradionellen Gründen - der Männergesellschaft vorbehalten, so ist es für uns keine Frage auch zwei Bergwachtfrauen im Rettungsdienst auszubilden und einzusetzen. Und sie haben sich vorzüglich bewährt. In den 75 Jahren haben die fünf Bereitschaftsleiter Max Thiem, Christian Pistor, Ernst Kern, Max Stöhr, und Karl Knösel aus den Anfängen eine leistungsfähige und gut ausgerüstete Rettungsgemeinschaft hervorgebracht. Im Januar des Jubiläumsjahres gab Karl Knösel das Amt in jüngere Hände. Seitdem führt Gerhard Kieke die Gemeinschaft. Die Möglichkeit im Rot-Kreuz-Heim unsere Übungsabende abzuhalten ist für die Kameraden eine große Erleichterung, man weiß wo man hingehört. Das Verhältnis der Bergwacht zur Rehauer Bevolkerung vor allem auch zu ihren Förderern ist das Beste das man sich denken kann. Die Bergwachtbereitschaft Rehau war in den 75 Jahren seit ihrer Gründung immer eine geachtete und erfolgreiche Bereitschaft innerhalb des Fichtelgebirges und so soll es auch bleiben. Die Kameraden werden immer bereit sein, die Menschen vor dem Berg und den Berg vor dem Menschen zu schützen.



BERGWACHT REHAU

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Willkommen bei der Bergwacht Rehau


http://www.kornberg.de/webcams/kb03/kb03.htm